Freitag, 22. März 2013

Review der Ebelin Buffer aka "Professional Make-up und Concealer Pinsel" plus Vergleich

Wie erwartet hat mich der kleine Ebelin Buffer doch so sehr interessiert, dass ich ihn selbst testen wollte.
Wieder bin ich in den DM gestiefelt und konnte mir ein Exemplar erobern. Zuhause angekommen wurde er erstmal gewaschen und der Wiederstand getestet. Und da fielen auch schon die ersten Haare aus. Erst zwei/drei, dann plötzlich viel viel mehr, bis ich nach nur leichtem Zupfen schließlich ganze Büschel in der Hand hatte. Er hat sich sozusagen in seine Bestandteile aufgelöst.
Natürlich habe ich ihn reklamiert und einen neuen bekommen, der noch kein einziges Haar lassen musste.
Falls ihr also ein Exemplar mit Ausfall erwischt habt, bringt es gleich zurück. Das scheint nicht "normal" zu sein, sondern eine Fehlproduktion.





 Die Fakten

Preis: 3,95 Euro
erhältlich bei dm

Die dichten, hochwertigen und mikrofeinen Haare des ebelin Make-up und Concealer Pinsels sind extra weich. Ideal zum hauchdünnen und hygienischen Auftragen von Concealer und Make-up geeignet. Unentbehrlich für den perfekten Auftrag unter den Augen, auf der Nase und in der Nasolabialfalte.


Die Maße des kleinen Freundes:
Insgesamt ist er 15, 7 cm lang
Die Pinsel Haare sind ungefähr 2 cm lang.
Der Pinselkopf hat einen Durchmesser von ca. 1,9 cm.
Recht klein, nicht?



Der erste Eindruck

Das zweite Exemplar wikrt gut verarbeitet. Da wackelt nichts oder sieht klapprig aus. Recht hochwertig für den kleinen Preis. 
Was mir aber bereits beim Begutachten meiner Beute ein wenig Kopfschmerzen bereitete: Er ist sehr fest gebunden und dieser recht steife Eindruck wird durch die sehr kurzen Haare noch verstärkt. Ich war skeptisch.


Meine Meinung

Ich habe den Pinsel für die beiden angegebenen Bereiche getestet: Zum Concealer Auftrag und für das Einarbeiten meiner Foundation. 
Ersteres ging so gut wie nicht über die Bühne. Dafür ist er schlicht und ergreifend zu groß, hat eine falsche Form. Kann man vergessen. 
Der Foundationauftrag dagegen funktioniert. Das Ergebnis sieht gut aus und trotzdem bin ich enttäuscht. Es dauerte viel länger, als ich es mit allen anderen Tools in meiner Sammlung gewohnt bin und erfordert schon etwas Aufwand. Durch das Festgebundene ist die Anwendung eher schwierig und auch nicht angenehm im Gesicht.   
Außerdem finde ich ihn äußerst schwierig zu reinigen. Ich weiß nicht, ob es an der hartnäckigen Foundation liegt oder an der Festigkeit des Pinsels, aber so wirklich sauber wurde er auch beim zweiten Mal waschen nicht.


Die Alternativen

Als mögliche Alternativen möchte ich an dieser Stelle den Buffer und den Silk Finish Pinsel von Zoeva nennen. Beide kosten knapp 10 Euro und sind jeden Cent wert (beide werden noch in einem extra Post vorgestellt).
Viele sind auch mit dem Buffer von Rebecca Floeter zufrieden, welcher in ihrem Shop ebenfalls für knappe 10 Euro erhältlich ist. Zu ihm kann ich allerdings keine weiteren Auskünfte geben.
Natürlich müsste man diese Varianten über das Internet bestellen, aber es lohnt sich.

Außerdem befindet sich ein Barbara Hoffmann Foundation Pinsel in meinem Besitz. Diesen könnt ihr bei Douglas oder Douglas.de *klick* erstehen. 
Achtung: Auf der Internetseite wird er als Puder-und Rougepinsel betitelt. Dazu ist er absolut nicht geeignet! Lasst euch dadurch nicht verwirren. Auf der Barbara Hoffmann Seite ist er korrekterweise als Foundation Pinsel benannt *klick*.
Er kostet 13,95 Euro. Nicht besonders günstig, aber einigermaßen erschwinglich. 
Warum ich gerade ihn herausgreife? Weil der Ebelin und der Hoffmann Pinsel mehr oder weniger dasselbe Prinzip haben.


Beide nass vom Waschen und etwas zerknautscht


Oben seht ihr also den Hoffmann Pinsel. Er ist insgesamt kürzer und die Haare mit fast 3 cm deutlich Länger als die vom Ebelin Buffer. Der Pinselkopf ist minimal breiter.


Wie man sehen kann, ist auch der Hoffmann Pinsel recht dicht gebunden, allerdings nicht so dicht wie der kleine Freund rechts daneben. Außerdem fällt die Starrheit durch die längeren Haare weg.

Wieder beide nass
Was genau ist denn nun am Hoffmann Pinsel besser?
Es sind kurz gesagt die längeren Haare. Sie sind sanfter zur Haut, geben besser nach und der Auftrag gelingt dadurch schneller. Wirklich "buffen" kann man mit keinen der beiden Pinsel richtig. Es ist eher ein Mischform aus kreisenden und streichenden Bewegungen durch die man die Foundation aufträgt.
Ich mag den Pinsel vor allem für feste und zähe Foundations, aber auch für sehr flüssige. Für cremige Produkte weiche ich auf andere Werkzeuge aus.





Insgesamt finde ich den Hoffmann Pinsel viel gelungener und kann ihn empfehlen.
Wer allerdings einen "richtigen" Buffer sucht, mit dem man in kreisenden und stippelnden Bewegung das Make-up einarbeitet, ist auch mit ihm nicht so richtig gut beraten.
Die oben genannten Alternativen sind da die passendere Wahl.


Fazit

Ich kann für den Ebelin Pinsel keine Kaufempfehlung aussprechen. Zwar ist der kleine Preis wirklich kein Beinbruch, wenn man unzufrieden sein sollte und einem neugierigen Test steht nichts im Wege, doch wenn das Produkt einfach nicht seinen Zweck erfüllt, sind auch knapp 4 Euro zu viel.

Wer noch keinen Pinsel für den Foundation-Auftrag hat, kann ihn auf jeden Fall mal testen. Denn der kleine Preis ist wirklich verschmerzbar, ans Herz legen möchte ich ihn aber niemanden.
Vor allem wenn man bereits einen akzeptablen Buffer gefunden hat, braucht man dieses Exemplar wirklich nicht!

Ich werde ihn jetzt noch für den Creme-Rouge Auftrag testen. Viel Hoffnung habe ich wegen der Starrheit nicht, aber wir werden sehen. 



 Habt ihr den Buffer schon ausprobiert?

Kommt ihr besser klar?

Wollt ihr ihn noch testen?

 

 

Kommentare:

  1. Am Anfang fand ich den Pinsel sehr interessant, aber mittlerweile wei ich, dass ich ihn mir nicht holen werde.
    Ich habe nämlich schon sehr oft gelesen, dass er haart :(
    Sehr schade.
    Für's Concealer-auftragen ist er viel zu groß, wie kommt dm auf diese Idee? Oô

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  2. Also ich habe oft selbst Hand angelegt, war aber auch schon beim Friseur zum blondieren.. wenn ich es selbst gemacht habe fand ich es oftmals besser aber beim Friseur "klarer" obwohl mir oft das Ergebnis nicht gefiel, weil es nicht so war wie ich es in Auftrag gab. Ich finde es hat beides seine Vor- und Nachteile... es wäre auch schon wieder längst an der Zeit die Ansätze zu bekämpfen, nur momentan habe ich keine Lust. Problematisch ist auch das meine oberen Ansätze recht aschig/hell sind aber meine seitlichen Haare dunkel wirken vorallem auf Bildern...

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  4. Schade irgendwie! Ich hatte echt viel Hoffnung in den Pinsel gesetzt!

    http://adorableaffairs.blogspot.de/

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  5. Ich wollte den Pinsel am Wochenende kaufen, aber leider war er noch nicht da. Oder vielleicht schon ausverkauft, denn ein Probeexemplar hin am Regal.
    Aber vielleicht ist es auch gar nicht so schlimm, dass ich ihn nicht bekommen habe ;-)

    LG
    Faye

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  6. Also bin ich doch nicht alleine mit der Meinung ^^ Schade um die 4 Euro nicht wahr?
    LG Kabuki

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  7. Ich besitze den Buffer 104 von Zoeva und den Buffer von Ebelin. Ich war auch erst nicht sicher, ob ich "so viel" Geld für den Zoeva Buffer ausgeben will. Aber nun weiß ich, dass der von Zoeva um Welten besser und jeden Cent wert ist. Viel weicher und größer. Für das großflächige Auftragen von Make-up also viel geeigneter. Den Ebelin-Buffer nehme ich nun nur noch, um Masken aufzutragen. Er ist mir zu fest und zu klein. Der Zoeva Buffer fühlt sich einfach viel wertiger an und schluckt auch kein Make-up. Nach dem Auftragen des Make-ups gehe ich mit dem Pinsel über ein Taschentuch und danach sieht er wieder fast sauber aus, weil das Make-up nicht besonders tief in die Borsten vordringt.

    Spart euch lieber die 4€ für den Ebelin und steckt das Geld gleich in den Zoeva Buffer, wenn ihr einen Buffer sucht.

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